Drei Fragen an … Evelyn Kühne

Evelyn Kühne veröffentlichte zahlreiche Mutmachbücher bevor sie sich 2019 dem Krimigenre zuwandte. Im Interview spricht sie über Inspiration und Vorbilder.

Dein aktueller Roman ist ein Ermittlerkrimi. Worum geht es in deinem Krimi? Worauf dürfen sich die Leser*innen freuen?

Mein aktueller Roman „Mord mit Elbblick“ spielt in Meißen, in der Nähe von Dresden. Meißen ist eine Kleinstadt, in der man sich kennt und das Leben beschaulich verläuft. Doch dann wird eine Tote auf dem Burgberg entdeckt, keine Unbekannte, sondern eine von ihnen. Schnell wird klar, dass mehr Menschen ein Motiv hatten, Renate Bergmann umzubringen, als sie am Leben zu lassen. Für den hinzugezogenen Kommissar Winter aus Dresden beginnt eine knifflige Ermittlungsarbeit in den alten Gassen. Bei dieser bekommt er zum Glück Unterstützung von Polizeihauptmeister Stier, der genau weiß, hinter welcher Tür dunkle Abgründe lauern. Der erste Fall für das neue Ermittlerteam, verbunden mit ganz viel sächsischem Lokalkolorit.

Du hast bereits zahlreiche Bücher veröffentlicht: Mutmachbücher, 2019 erschien ein Thriller, jetzt ein Ermittlerkrimi. Woher nimmst du deine Inspiration?

Ich bin eine sehr gute Beobachterin und liebe es, einfach dazusitzen und alltägliche Begebenheiten in mir abzuspeichern. Bei passender Gelegenheit fallen mir diese dann wieder ein und ich lasse sie in meine Geschichten mit einfließen. Im Grunde genommen, ist auch in meinem Bekanntenkreis niemand vor mir sicher... Natürlich schaue ich auch fern oder lese die Bücher von Kolleg*innen. Auch daraus lassen sich gut eigene Geschichten entwickeln. Und manchmal sehe ich bei meinen täglichen Spaziergängen irgendwo einen Laubhaufen auf dem Weg liegen und plötzlich ist da eine Idee in meinem Kopf.

Hast du literarische Vorbilder?

Da gibt es so einige. Ich bin eine große Verehrerin von Agatha Christie und habe all ihre Bücher gelesen. Die rätselhaften Verstrickungen und genialen Auflösungen durch intelligente Ermittler wie Miss Marple oder Hercule Poirot faszinieren mich immer wieder. Vor allem mag ich den Schreibstil, der so ganz ohne Brutalität oder Ströme von Blut auskommt. Wenn ich auf die jüngere Zeit schaue, mag ich Henning Mankell sehr gern, seinen spannenden Erzählstil und die Weite der schwedischen, meist etwas schwermütigen Landschaft. Bei Donna Leon mag ich die anschaulichen Beschreibungen der Lagunenstadt und das herzerfrischende Privatleben von Commissario Brunetti. Bei dieser Familie möchte ich zu gern einmal zu Gast sein und einen Blick von der berühmten Dachterrasse werfen.

(Die Fragen stellte Sybille Baecker.)

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Homepage:  https://evelyn-kuehne.de

 

Aktuelle Neuerscheinung:
Mord mit Elbblick
Selfpublisher (BoD)
TB, 978-3752691870