Shortlist 2025

Arbeitsstipendium der Mörderischen Schwestern: Die Shortlist 2025

von Jurysekretärin Carolyn Srugies

Die Jury 2025 hat sich für folgende Shortlist entschieden, die Reihenfolge ist gewählt nach der alphabetischen Folge der Nachnamen.

„Phagen“ von Isabella Archan

Jurystimmen:

  •  Sehr guter Titel! Phagen heißt: Bakterienfresser.
  • Obdachloser trifft Auftragsmörder, spannendes Setting, packend erzählt, besonders.
  • Eine Geschichte, die mich von der Grundidee her direkt begeistert hat. Eine Begegnung, ein ausgesprochener Wunsch und schon nehmen die Ereignisse ihren Lauf. Die Spannung in der Leseprobe und ein vollständiges Exposé waren für mich so überzeugend, dass die Geschichte verdient auf den vorderen Rängen ist.


„Wenn du mein Kind tötest“ von Silke Heimes

Jurystimmen:

  • Ein Psychothriller mit sehr guter Struktur und den richtigen Worten. Eindrücklich und beklemmend, besonders wenn ein Kind durch Gewalt sterben muss.
  • Eine interessante Idee, mit spannenden Verstrickungen. Ein rundes Exposé und eine Leseprobe, die kurzweilig in verschiedene Perspektiven blicken lässt und die Handlung in Bewegung setzt.
  • Ein psychologischen Verwirrstück um die Überforderung von Eltern, die in Gewalt mündet – und ein geschicktes Spiel mit der Erwartungshaltung der Lesenden. Die Autorin (…) führt die Leser*innen geschickt aufs Glatteis und überrascht mit einer unvorhersehbaren Auflösung.

 

“Nebeldickicht” von Tina Pfeifer

Jurystimmen:  

  • Ein beunruhigender Psychothriller der Extraklasse. Ein Serienmörder hat es in die atemberaubenden Naturkulisse der schottischen Highlands auf junge Wanderinnen abgesehen. Die Autorin erzeugt bedrückende Bilder, indem sie ihre sich gruselnden Leser*innen tief in die Gedankenwelten der ahnungslosen Opfer eintauchen lässt.
  • Spiel mit der Angst, einsame Wanderinnen in schottischer Wildnis – und ein Psychopath.
  • Ein rundes Exposé und eine Leseprobe die mich direkt gefesselt hat. Mit Themen, die in unsere Zeit passen und auch in Zukunft passen werden. Das Setting an einem Sehnsuchtsort und eine Geschichte die das Spannungsherz höherschlagen lässt.

 

„Das Schweigen” von Ingrid Reidel

Jurystimmen:

  • Ein Titel, der noch nicht viel verrät, doch ein vollständiges Exposé und eine Leseprobe, die eine Geschichte offenbaren, die eher dazu aufruft, das Schweigen zu brechen. Für mich verdient auf den ersten Rängen, auch wenn die Geschichte für die ein oder anderen ein etwas schwereres Thema beinhaltet.
  • Kindermord, Missbrauch, beklemmend gut geschrieben, realitätsnahe TV-taugliche Story.       
  • Kindesmissbrauch, gut geschrieben; die Autorin hat sich eindrücklich und glaubhaft in die Protagonistin versetzt.

 

„Hinter sauberen Gardinen“ von Yvonne Wüstel 

Jurystimmen:

  • Die erste Rechtsmedizinerin in der deutschen Geschichte ist Inspirationsgrundlage für den Krimi, der in den 1960er Jahren spielt. Die gut strukturierte und sehr gut geschriebene Geschichte ist eindrücklich und spannend. Und die Aufklärung geht ans Herz.
  • Die erste Rechtsmedizinerin in den 1960ern, zerrissen zwischen Muttersein und der Suche nach einem Serienmörder.
  • Eine Zeitreise zurück in die biedere BRD des Jahres 1960. Die erste Rechtsmedizinerin in den 1960ern ist zerrissen zwischen Muttersein und der Jagd nach dem wahren Mörder einer jungen Frau. Häusliche Gewalt in besten Kreisen – damals wie heute ein Tabu. Die Autorin entwirft aus der Sicht ihrer Ich-Erzählerin ein bitterbuntes Sittengemälde Deutschlands, in das man vom ersten Satz an hineingezogen wird.