Die diesjährige Jury bestehend aus Birgit Adam, Kate Dark, Karin Müller, Isabella Schoof und Sabine Weippert hat sich für die Longlist 2025 entschieden. Wieder ist die Bandbreite der Spannungsliteratur berücksichtigt worden. Das war nicht bewusst gewählt worden, zeigt aber, wie vielseitig die Autorinnen sind. Von historischen Werken bis Near Future ist alles dabei.
Die Reihenfolge der Beiträge ist alphabetisch nach den Nachnamen der Autorinnen sortiert und steht nicht in Verbindung mit der finalen Platzierung.
„Phagen“ von Isabella Archan – Genre: Kriminalroman
Die Wege eines obdachlosen ehemaligen Seelsorgers und eines Auftragsmörders kreuzen sich.
Isabella ist eine Mörderische Schwester und lebt in Köln. Sie ist in Graz geboren und war nach ihrer Schauspielausbildung nicht nur auf den Bühnen von mehreren großen Häusern zu sehen, sondern auch auf den Fernsehbildschirmen in Serien und Spielfilmen präsent. Seit einigen Jahren führt sie in der Welt der Bücher selbst Regie, darunter die erfolgreichen Krimireihen mit der MörderMitzi und der Ermittlerin Edwina Teufel am Gardasee. Großer Beliebtheit erfreuen sich ebenso ihre MordsTheaterLesungen. 2025 hat sie den renommierten Glauser-Preis in der Kategorie Kurzkrimi gewonnen. Schreiben ist einfach großartig, magisch und Isabellas absolute Lieblingsbeschäftigung.
#isabellaarchan
„Wenn du mein Kind tötest“ von Silke Heimes – Genre: Psychothriller
Theresa tötet ihren Mann und wird vom Gericht wegen Nothilfe freigesprochen, doch kurz darauf kommt es zu weiteren Morden.
Silke ist eine Mörderische Schwester aus Sonthofen. Silke Heimes wollte schon immer Bücher schreiben, hat dann aber einen Umweg genommen und ist erst einmal Ärztin geworden und hat in der Psychiatrie gearbeitet. Was nicht schlecht ist, weil sie jetzt eine Ahnung davon hat, wie die menschliche Psyche funktioniert. Danach ist sie Professorin für Journalismus geworden, was ebenfalls nicht schlecht ist, weil man da lernt, wie man schreibt. Das hat sie dann genutzt, über 30 Bücher für große und kleine Menschen zu schreiben. Und weil sie zusätzlich Clownin ist, kann man mit ihr auch jede Menge Spaß haben. Was sie liebt: lesen, schreiben, in den Bergen herumkraxeln, an Kletterseilen hängen und Cessna fliegen.
Webseite: www.silke-heimes.de; Instagram: @silke_heimes
„Mord in Hockenstedt“ von Christine Krüger – Genre: Krimi, historisch
Im Jahr 1899 wird ein Pastor brutal gekreuzigt – der Berliner Assessor Christian Haffner reist ins friesische Hinterland, um zwischen Schweigen, Schmugglern und Sünde eine grausame Mordserie aufzudecken.
Christine Krüger feierte ihr Debüt als Verlagsautorin mit der Fantasy-Trilogie »Von Rafnirs Blut – Falken und Drachen«, die 2025 beim T.O.R.-Verlag erschienen ist (Taschenbuch & E-Book). Aber sie hat genauso eine ausgeprägte Leidenschaft für Krimis, wobei sie schon an der Fortsetzung für »Mord in Hockenstedt« arbeitet. Gerade beendet hat sie den Krimi »Mord und Sir Bertram«, der 1925 in London in einem Sanatorium spielt.
Ihre Erzählweise ist geprägt von pointierten Dialogen, detailgenauen Settings und einer gewissenhaften Recherche, die historischen Stoffen ebenso zugutekommt wie fantastischen Welten. Ihre Figuren überzeugen durch emotionale Tiefe, innere Konflikte und lebendige Entwicklung.
Als Autorin ist sie altmodisch und verzichtet auf die Nutzung von KI beim Schreibprozess.
christine_krueger_autorin
„Wer zuletzt stirbt, erbt am besten“ von Valerie Nordmann – Genre: Cosy Crime
Das Wetträtseln um das Testament eines reichen Onkels endet tödlich.
Valerie Nordmann schreibt humorvolle Cosy Crimes mit norddeutschem Küstenflair, starken Frauenfiguren und einer guten Portion Ironie. Ihre Krimis sind mehr als nur Morde – sie erzählen von Familiengeheimnissen, Gerechtigkeit und der Kunst, sich selbst treu zu bleiben. Neben ihrer Tätigkeit als Autorin unterstützt sie kreative Frauen dabei, sichtbar zu werden, ihre Stimme zu finden und ihre Geschichten in die Welt zu tragen. Mit einem Hintergrund in Coaching und Kommunikation weiß sie, wie Worte wirken – ob als Plotwendung, Journal-Eintrag oder Empowerment-Tool. Valerie lebt mit ihrer Familie in Nordseenähe, liebt Notizbücher, schwarzen Humor und Menschen mit Ecken und Kanten. Ihr Motto: Lieber ungewöhnlich glücklich als angepasst unglücklich.
@valerienordmann
„Echo“ von Maria Orlovskaya – Genre: Near Future Noir
Ein Near-Future-Krimi über synthetische Körper, ausgelöschte Frauen und die Frage, wie viel ein Mensch wert ist, wenn niemand ihn vermisst.
Maria Orlovskaya, 1994 in Moskau geboren, studierte Drehbuch & Dramaturgie an der Filmuniversität Babelsberg. Danach gründete sie eine Underground-Siebdruckerei, arbeitete in einem Arthouse-Kino und in der Videoredaktion eines großen Yogazentrums. Arbeitsbedingt beschäftigt sie sich seit 2024 intensiv mit generativer KI. Ihre Texte kreisen um Identität und Wirklichkeit, oft düster und fragmentarisch. Veröffentlichungen u. a. in Exodus, Der Maulkorb und Signaturen Magazin. Ausgezeichnet mit dem zeilen.lauf-Preis, Stipendiatin des Tandem Letterario und Drittplatzierte beim Kurd-Laßwitz-Preis 2025 (Kurzgeschichte).
https://www.mariaorlovskaya.com
Instagram: @maorlovskaya
PATREON: https://www.patreon.com/MariaOrlovskaya
„Nebeldickicht“ von Tina Pfeifer – Genre: Psychologischer Thriller
Zwei junge Frauen zwischen Aufbruch, Angst und Abgründen – ein Freundschaftstrip wird zum Überlebenskampf in den schottischen Highlands
Tina Pfeifer, geboren 1982 in Wien, studierte Internationale Betriebswirtschaftslehre und Kulturmanagement. Sie arbeitete über zehn Jahre als Journalistin, mittlerweile ist sie freie Texterin und Sprecherin. Ihre Kurzgeschichten veröffentlicht sie unter anderem in ihrem Podcast LauschLektüre.
„False gods“ von Alexa Quick – Genre: Feministischer Thriller
„False Gods“ ist ein feministischer Thriller über eine junge Frau, die sich in die Welt eines gefeierten Rockstars einschleust, um ihn als Täter zu entlarven und am Ende selbst zur Angeklagten wird.
Alexa Quick lebt mit ihrem Partner und zwei Hunden in Krefeld. Beruflich arbeitet sie seit elf Jahren als Konzepterin und Copywriterin in der Werbebranche, davon bisher sieben als Freiberuflerin. Ihre wahre Leidenschaft gilt aber der Literatur und dem Schreiben von Krimis und Thrillern. Inspiration findet sie in der Natur, wenn sie mit ihren Hunden Snorri und Hank durch Felder und Wälder streift, oder auf Reisen. Dabei zieht es sie immer wieder in die kalten Regionen Skandinaviens, wo sie die Ruhe und Weite der Landschaft genießt.
Neben dem Schreiben hört und liest Alexa gern alles, was mit True-Crime zu tun hat, was ihr immer wieder neue Einblicke in die Abgründe menschlichen Handelns gibt. In ihrer Freizeit kocht sie gern für Freunde und Familie, schwimmt regelmäßig und nutzt Wanderungen, um den Kopf freizubekommen.
@alexa_popexa
„Das Schweigen“ von Ingrid Reidel – Genre: Krimi, Psychologischer Thriller, Gesellschaftskritik, Kindesmissbrauch
Eine engagierte Erzieherin erkennt die Anzeichen eines sexuellen Missbrauchs – doch nicht nur das Kind, sondern auch sie selbst gerät in Gefahr, als sie sich einem dichten Netz aus Schweigen, Macht und Mitwissen widersetzt.
Die Autorin wurde mehrmals bei Literaturwettbewerben ausgezeichnet, bis sie 2017 den begehrten Deutschen Kurzkrimipreis „Tatort Eifel“ gewann.
Ingrid Reidel ist Mitglied bei der Vereinigung der Mörderischen Schwestern, des Syndikats und den Bloody Maries. Sie wohnt mit ihrem Lebensgefährten in einem ehemaligen Bauernhof in Weinheim.
https://www.instagram.com/ingrid.reidel.autorin/
https://www.facebook.com/ingrid.reidel.77/
„Die Mütter“ von Kathy Tailor – Genre: Psychothriller
Zwei Mütter. Zwei Töchter.
Eine stirbt. Eine schweigt.
Und die Wahrheit wird sie alle zerbrechen
Kathy Tailor liebt es, Geschichten zu erzählen. Ob als Schauspielerin, Schauspieldozentin oder Autorin – überall entwickelt sie Figuren und taucht in fremde Welten ab. Sie schrieb Jugendbücher unterschiedlicher Genre für den Oetinger Verlag und zahlreiche Kurzgeschichten für verschiedenste Formate. Ihre Thriller-Kurzgeschichte „Monster“ erschien 2020 in der von Sebastian Fitzek herausgegebenen Anthologie „Identität 1142“.
Seit über 15 Jahren entwickelt und schreibt sie regelmäßig Theaterstücke für und mit ihren Schauspielschüler*innen, die sie anschließend für die Bühne inszeniert. Wenn man Kathy nicht am Schreibtisch findet, dann meistens auf oder hinter einer Bühne oder am Ende einer Rutschbahn, wo sie eins ihrer Kinder auffängt.
@kathytailor.autorin
„Hinter sauberen Gardinen“ von Yvonne Wüstel – Genre: Kriminalroman
Der Mord an einem jungen Mädchen entpuppt sich als ein Fall von Gewalt in der Oberschicht.
Yvonne Wüstel wurde in Hamburg geboren. Nach dem Medizinstudium und Tätigkeit als Ärztin beschloss sie, ihre Leidenschaft zum Beruf zu machen und ist seit 1998 freie Autorin. Sie ist „Writer to the bone“ oder „Autorin durch und durch“. Sie lebt mit ihrer Familie in Hamburg und pendelt regelmäßig in „ihre zweite Heimat“, ein kleines Dorf in der Nähe von Schleswig. Yvonne ist mit mehreren Pseudonymen in zahlreichen Genres unterwegs. Sie schreibt z. B. Küstenkrimis, Wohlfühlromane und historische Werke. Yvonne war schon Regio-Schwester und Vize-Präsidentin unseres Vereins. Auch als Jurorin war sie vor einigen Jahren aktiv.
Du findest sie bei Insta unter yvonnewuestel, und bei Facebook unter Yvonne Wüstel.
Unser Arbeitsstipendium
Wir vergeben jährlich ein Arbeitsstipendium für einen von einer Frau in deutscher Sprache verfassten Roman im Bereich der Spannungsliteratur. Bewerben können sich alle Autorinnen, die in deutscher Sprache schreiben, ohne Alters-, Wohnort- oder sonstige Beschränkung, die bei den meisten anderen Stipendien ein Hindernis für viele Bewerberinnen darstellt. Eine Mitgliedschaft bei den Mörderischen Schwestern ist für eine Bewerbung um das Stipendium nicht erforderlich.