2609_Arbeitsstipendium_Shortlist_2026_947x947px

Die Shortlist 2026 für das Arbeits-stipendium der Mörderischen Schwestern

Wir gratulieren den Autorinnen!

 

Die Jury 2026 hat sich für folgende Shortlist entschieden, die Reihenfolge ist gewählt nach der alphabetischen Folge der Nachnamen der Autorinnen.

  • „You’re dead“ von Josephine Breaker
  • „J.P. und das tote Zebra““ von Franziska Henze
  • „Schwarze Nacht“ von Anke Küpper
  • „Dunkle Arie“ von Victoria Pohl
  • „Die Schönen des Monsieur Badeaux“ von Ingrid Reidel

Die Top 3 und die Gewinnerin werden am 03. Oktober bekannt gegeben, auf der Longlist wurden die Autorinnen und ihre Geschichten vorgestellt.

Aber was sagt die Jury zu den Geschichten?
2609_07_Shortlist 2026
„You’re dead“ von Josephine Breaker
Jurystimmen:

(…) Ich mag die schräge, befremdliche Art der Wahrnehmung dieser Mörderin. Ein Buch, dass mich mit auf eine abgefahrene Reise nimmt.

Ein Plot, schräg und zynisch wie ein Quentin-Tarantino-Film. Die Leseprobe ist genauso geschrieben: temporeich, schräg, voller Anspielungen auf QT-Stoffe, dabei ist die Protagonistin glaubhaft, die Dialoge sind stimmig. Das Lesen macht Spaß, das Kopfkino läuft. Toll!

„J.P. und das tote Zebra““ von Franziska Henze
Jurystimmen:

Der Plot ist schräg, ein Cosy Crime der unterhaltsamen Art, dabei stimmig bis zur Auflösung. Die Leseprobe ist leicht und locker geschrieben mit einem Sinn für schrägen Humor und glaubhaften, sympathischen Figuren. Die Sprache ist ungekünstelt und echt, die Dialoge schienen aus dem Leben gegriffen zu sein. Zu diesem Roman würde ich auch in der Buchhandlung greifen.

Ein Mann, der unlustig mit seinem Dackel eine Morgenrunde dreht, obwohl er viel lieber im Bett liegen und frühstücken würde. Dann findet er auch noch eine Leiche, die wie ein Zebra aussieht. Eine Polizistin, die man in die Provinz abgeschoben hat und die sich mit Schafen abmüht, anstatt Verbrechen aufzuklären und ein „abgehalfterter“ Schauspieler und Kommissar Darsteller, der sich offenbar berufen fühlt, auch im wahren Leben zu ermitteln. Die perfekte Mischung für einen Krimianfang, von dem ich unbedingt wissen möchte, wie er weitergeht.

„Schwarze Nacht“ von Anke Küpper
Jurystimmen:

Tolles Setting, stimmiger Plot. Die Leseprobe entführt mich von jetzt auf gleich in die achtziger Jahre, ich habe Bilder im Kopf. Die Sprache ist großartig –beinahe nüchtern, keine unnötigen Adjektive, und doch ist gerade damit die Stimmung sofort eingefangen. Glänzender Einfall: die Kapitel Überschriften als Songtitel. Das Buch möchte ich unbedingt lesen.

Außergewöhnlich dichte Milieuzeichnung des Ruhrgebiets. Die Autorin versteht es, einen sofort auch die Unannehmlichkeiten des Ruhrgebiets spüren zu lassen. Es spielt im Jahr 1980, wo die Bedingungen dort sicherlich noch erheblich schwieriger als heute waren. Auch die Wendungen überzeugen in der Atmosphäre; die Figuren haben ihre gesellschaftliche und zeitliche Verankerung. (…)

„Dunkle Arie“ von Victoria Pohl
 Jurystimmen:

Der originelle Plot und das eher seltene Setting der Opernwelt macht das Projekt schon zu einem Hingucker. Dazu kommt das Motiv (eine Geschichte soll endlich zu Ende erzählt werden), das ich so noch nicht gelesen habe. Die Leseprobe liest sich gut, die Sprache ist ausgefeilt und bildhaft, ohne überfrachtet zu sein. Ein Genuss!

Ich sehe die Sängerin vor mir, wie sie die Arie wieder und wieder einübt. Fast ist es, als könnte ich ihren Gesang hören, während im Hintergrund die Gefahr lauert. (…)

„Die Schönen des Monsieur Badeaux“ von Ingrid Reidel
Jurystimmen:

Stil gefällt mir, viel „Gemaltes“, ich sehe alle Figuren ganz klar vor mir und auch den Salon und die gesamte Zeit. Eine Geschichte, bei der ich bedauere, dass die Leseprobe endet. Möchte zu gern wissen, wie es mit Hannelores Haaren weitergeht. Und was der Franzose im Schilde führt!

Der Anfang des Krimis zieht mich in seinen Bann. Ein Mann der rauchend auf einer regennassen Straße vor einem Friseurladen auf und abgeht und in der Tasche das Rasiermesser auf und zu klappt. Unwillkürlich frage ich mich, was es mit diesem Mann auf sich hat. Ich würde gerne erfahren, ist das nur jemand, der eine neue Arbeit im Frisiersalon sucht oder geht von ihm eine diffuse Gefahr aus?

AS 2026_Quadrat

Unser Arbeitsstipendium

Wir vergeben jährlich ein Arbeitsstipendium für einen von einer Frau in deutscher Sprache verfassten Roman im Bereich der Spannungsliteratur. Bewerben können sich alle Autorinnen, die in deutscher Sprache schreiben, ohne Alters-, Wohnort- oder sonstige Beschränkung, die bei den meisten anderen Stipendien ein Hindernis für viele Bewerberinnen darstellt. Eine Mitgliedschaft bei den Mörderischen Schwestern ist für eine Bewerbung um das Stipendium nicht erforderlich.

Über die Redaktion

Die Stimmen der Jury kommen von Christina Wagner, Jeannette Fermazin, Judith Jeske, Karen Hemmrich und Yvonne Wüstel.

Unsere Mörderische Schwester, Autorin und Jury-Sekretärin Carolyn Srugies hat dankenswerterweise alle Infos für diesen Artikel zusammengestellt.