Drei Fragen an ... Alexandra Scherer

Alexandra Scherer gibt einen kleinen Einblick in ihre persönlichen Krimivorlieben und verrät, wie sie zu den Mörderischen Schwestern kam.

„Eiskalter Tod“ ist ein neuer Krimi aus deiner Magdalena-Sonnbichler-Reihe.  Was erwartet die Leser*innen in deiner Krimiserie – Cozy, Thrill oder Hard boiled?

Eindeutig die Cozy Richtung, mit ein wenig Heimateinschlag. Das ergibt sich sicherlich auch daher, dass meine Lieblingskriminalautorinnen in der Britischen Tradition verwurzelt sind. Ich kam als Kind/Jugendliche zunächst mit TV Krimis wie „Der Alte“ und „Tatort“ in Berührung, weil meine Mutter die gerne sah. Aber damals fand ich die männlichen Ermittler irgendwie langweilig. Die englischen Krimis, die ich las, waren da anders. Beschaulich, oft weibliche Ermittler, wie zum Beispiel Miss Marple oder zumindest ein Team wie Lord Peter und seine Harriet bei Dorothy Sayers. Außerdem denke ich, dass ich in einem früheren Leben sicherlich eine englische Landadelige war ;).

Schon Titel und Cover lassen vermuten, dass dein aktueller Krimi eher in der dunklen Jahreszeit angesiedelt ist. Worum geht es in deinem aktuellen Roman?

Magdalena Sonnbichler, von ihren Freunden Leni genannt, genießt die Zeit um den Martinimarkt. Die großen Jahrmärkte sind bei uns im Allgäu Tradition. Früher wechselten da die Mägde und Knechte ihre Dienstherren und hatten dann eben auch Geld, um sich was zu leisten. In Wangen ist der größte der Martinimarkt im November, weil St. Martin auch der Schutzpatron der Stadtkirche ist. Die Krämermärkte sind deshalb auch immer noch mit Kleiderverkäufen verbunden, es gibt Leckereien, wie gebrannte Mandeln und einen Rummel mit Karussell, Riesenrad etc.
Leni trifft dort auf eine junge Landstreicherin, die zusammenbricht. Jeder denkt, sie sei betrunken, nur Leni nicht. So verhindert sie, dass das Mädchen bei diesem Giftanschlag stirbt. Der Attentäter hat es dann im weiteren Roman auch auf Leni abgesehen. Der Krimi spielt in der „düsteren“ Zeit von November bis zum Aschermittwoch. „Eiskalter Tod“ eben auch deswegen, weil der Winter sehr schneereich ist in meiner Geschichte und einige der Opfer in der Kälte sterben.

Warum bist du Mitglied bei den Mörderischen Schwestern?

Ich hatte im dsfo.de, das Deutsche Schriftstellerforum, in dem ich meine ersten „Schritte“ machte, sehr viel uneigennützige Unterstützung von diversen Autoren*innen. Später fand ich dann nach und nach heraus, dass viele der Damen, die mir geholfen haben, bei den Mörderischen Schwestern Mitglied waren. Das fand ich toll und da wollte ich auch gerne dabei sein.
Und ich muss sagen, ich bin nicht enttäuscht worden. Dumm für mich ist, dass ich in einem Randgebiet lebe. Zunächst in Wangen (Baden-Württemberg), wogegen die meisten BaWü-Schwestern im Stuttgarter Raum und dem Schwarzwald wohnen, hab ich so das Gefühl. Jetzt, wo ich an den Rand des Allgäus gezogen bin, lebe ich in der Nähe von Memmingen (Bayern) und die bayrischen Schwestern sind auch eher weiter weg. So gesehen kommt mir Corona gerade entgegen, weil jetzt einiges über Chat und Videokonferenzen geht.

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Homepage: https://www.alexandrascherer.de/

Aktueller Roman:
Magdalena Sonnbichler
– Eiskalter Tod
Hybrid-Verlag
ISBN: 978-3-967410631