Akte YBN

Auch wenn ich in meinem polizeilichen Führungszeugnis keine Einträge habe, in meinem Herzen schlummert so manches Mordmotiv. Ich lese lieber Krimis, als sie persönlich zu erleben und ich lasse meine Fantasie gerne spielen. Damit ich also nicht mit rot unterlaufenen Augen und einem bluttriefenden Messer barfuß morgens um 4 aufgegriffen werde, dachte ich daran, diese Gefühle und Gedanken in Worte zu fassen, was für alle Beteiligten sicherlich gesünder ist. Ich liebe Krimis, gute Krimis, Krimis mit psychologischem Touch, Krimis mit Humor, Krimis mal anders. Kurzgeschichten habe ich schon geschrieben, Gedichte verfasst, meine Leser und Leserinnen fanden das gut und haben mich ermutigt, ein größeres Projekt anzugehen.

Nachdem ich vor zwei Jahren einen recht erfolgreichen Krimiautor kennengelernt habe und wir erst beschlossen, gemeinsam zu schreiben, und dies nun diverser Umstände geschuldet, nicht weitergeht, werde ich die bisher verfassten Kapitel umschreiben und neu beginnen. Ich freue mich auf Input und Unterstützung. Mit meinen derzeitig 68 Jahren bin ich nicht mehr ganz so taufrisch, brauche Zeit für diese Klausur, in die ich zum Schreiben gehen muss. Das ist mein größtes Problem, weil ich nebenbei noch drei Senioren betreue und auch pflege, das ist schon anspruchsvoll genug und kostet Kraft. Doch wenn ich mal im Schreibflow bin, dann gibt es mir neue Kraft und ich fühle mich wie neugeboren. Mein Werdegang ist langweilig, nach ein paar Jahren in Spanien mit einer Tauchschule bin ich wieder in Berlin gelandet und habe die letzten 40 Jahre brav und ordentlich im ÖD gearbeitet (was wirklich streckenweise öde war). Gelesen habe ich immer schon viel, Sprache gefällt mir, also gehe ich es an.

Auch das Medium Film begeistert mich. Bisher allerdings eher im halbdokumentarischen Stil, aber das kann sich weiter entwickeln. In jedem Fall sehe ich die Geschichten vor mir und freue mich darauf, das mit anderen zu teilen

Yvonne Berlanga-Navarro