Die goldene Auguste

 
Verleihung der goldenen Auguste

Seit 2009 verleiht unser Netzwerk alle drei Jahre den Preis "Die Goldene Auguste" an eine Person, die sich um den Krimi von Frauen verdient gemacht hat. 
Erste Preisträgerin war die Programmleiterin des Ariadne-Verlages Else Laudan. Ihr wurde die von der österreichischen Autorin und Vergolderin Elisabeth Fischer gestaltete Statue auf einer Ladies Crime Night in Düsseldorf verliehen. Auguste Groner, die Namensgeberin des Preises, war die erste Krimiautorin, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts, einen Serienpolizisten einführte.

2012 ging die Goldene Auguste  an Almuth Heuner für ihre Verdienste um die Erforschung der Geschichte deutschsprachiger Krimiautorinnen und den Aufbau ihres Internationalen Krimifrauen-Archivs. 

 

Die Laudatio hielt die österreichische Krimiautorin und Künstlerin Beatrix Kramlovsky. 

Foto: Heidi Ramelow

Verleihung der GOLDENEN AUGUSTE 2015

 

Goldene Auguste für die Bestsellerautorin Nina George

15.09.2015 (Foto: Maurice Kohl) 

Copyright: Maurice KohlAls besondere Anerkennung für Personen, die sich um den von Frauen geschriebenen Krimi verdient gemacht haben, verleiht Europas größter Krimiautorinnenverband – die Mörderischen Schwestern - seit 2009 alle drei Jahre die GOLDENE AUGUSTE.

2015 fiel die Wahl auf die erfolgreiche Schriftstellerin und New York Times- Bestsellerautorin Nina George (42, Berlin). Mit diesem Preis wird Nina Georges Engagement für die Rechte der Autorenschaft in der Buchbranche, für das Urheberrecht in der digitalen Gesellschaft und für einen fairen Buchmarkt ausgezeichnet. Ihre Bemühungen schließen dabei den von Frauen geschriebenen Krimi vollumfänglich ein.

Nina George, die seit 2003 u.a. Mitglied der Mörderischen Schwestern ist, setzt sich als Beirätin des PEN, als Verwaltungsmitglied der VG Wort und als Initiatorin der Verbandsübergreifenden Initiative Fairer Buchmarkt, in bewundernswerter Weise für die politische, gesellschaftliche und rechtliche Stärkung der Autoren und Autorinnen ein. Ihre Kenntnis des Buchmarktes und des Urheberrechtes, sowohl in Deutschland als auch auf europäischer Ebene ist herausragend. Durch ihren, vielfach auch privaten und eigenfinanzierten Einsatz, hat sie sich als Fürsprecherin für die Belange der Autorenschaft einen Namen gemacht. Sie hat sich Anfeindungen und Drohungen aufgrund ihres Engagements gegen E-Book-Piraterie ausgesetzt und sich als Kampagnenmacherin dem Monopolisten Amazon entgegengestellt, als dieser 2014 einen Preiskampf zu Lasten der Autorinnen und Autoren austrug. Darüber hinaus hat George die Verbandsübergreifende Initiative Fairer Buchmarkt gegründet, aus dem bisher die Aktionen „Aktion Lieblingsbuch“, „100.000 poets for refugees“, „Copyright for freedom“ und (ab März 2016) „Link Local“ hervor gingen. Als Expertin bei Fachgesprächen über den Buchmarkt, digitale Wirtschaft, Verträge und Vergütung sowie Urheberrecht spricht sie im Bundestag, im Europa-Parlament, im Forum d’Avignon Ruhr, an der Humboldt-Universität Berlin oder im Europäischen Forum Alpbach über die Rechte, den Wert und die gesellschaftliche Bedeutung der Autorinnen und Autoren.

Nina George hat frühzeitig erkannt, wie wichtig es für Autorinnen und Autoren ist, den Buchmarkt initiativ und mit starker Stimme mitzugestalten. Sie hat es geschafft, die Sprecher und Sprecherinnen der bedeutendsten deutschen und europäischen AutorInnen- und ÜbersetzerInnenverbände zu vernetzen, um den Stimmen und Meinungen der schreibenden Widersprüchler mehr Gehör zu verleihen.

Nina George nimmt die Auszeichnung an, welche ihr feierlich am 31.10.2015 im Schloss Fürstenried bei München überreicht wird.

Kurzvita Nina George

  • ▪  Geb. 1973 in Bielefeld. Seit 1992 freie Journalistin, Schriftstellerin, Dozentin, seit 2011 Urheberrechtsaktivistin und Rednerin. Präsidiumsmitglied im PEN, im Vorstand des Three Seas Writers’ and Translators’ Council. Mitglied im Das Syndikat, im VS (Verband deutscher Schriftsteller), den BücherFrauen, den Mörderischen Schwestern

  • ▪  27 verschiedene Buchveröffentlichungen (Sachbücher, Fiktion, Erzählungen, Kriminalromane), u.a. der internationale (New York Times-)Bestseller „Das Lavendelzimmer“, Übersetzung in 33 Sprachen. Darüber hinaus Kolumnen (u.a. Hamburger Abendblatt), Essays, Reportagen, Blogs. Themen-Schwerpunkte Kulturpolitik, Buchbranche und Frauenfragen im Kunst- und Kreativbetrieb

  • ▪  Gründerin der Autorinnen-und Autoren-Initiativen „Ja zum Urheberrecht“ und „Fairer Buchmarkt“ www.fairerbuchmarkt.de

  • ▪  Verheiratet mit dem Schriftsteller Jens Jo Kramer. Lebt in Berlin und der Bretagne

  • ▪  U.a. nominiert für den Virenschleuderpreis 2015, ausgezeichnet mit der „DeLia“ 2011 und mit dem Friedrich-Glauser-Preis Kategorie Kurzgeschichte 2012. 

Goldene Auguste 2012

2012 ging die Goldene Auguste  an Almuth Heuner für ihre Verdienste um die Erforschung der Geschichte deutschsprachiger Krimiautorinnen und den Aufbau ihres Internationalen Krimifrauen-Archivs.