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Köln
06. Februar 2006
„Mehr Kommissarinnen – und weniger weibliche Leichen!“
10 Jahre Sisters in Crime in Deutschland: 100 Krimiautorinnen feiern in Köln

Vom 22. bis 26. März 2006 treffen sich rund 100 deutschsprachige Krimiautorinnen und Krimifreundinnen zu einem Jubiläumsfestival in Köln. Viel kriminelle Energie ist dabei garantiert, denn auf das Konto der Mörderischen Schwestern gehen hunderte von Morden und andere Kapitalverbrechen. Allerdings töten die Mitglieder des Autorinnenverbands Sisters in Crime ungestraft und unbehelligt von der Polizei, denn sie begehen ihre Verbrechen ausschließlich schreibend.

Das 10-jährige Bestehen ihres Netzwerks feiern die Autorinnen in Köln zunftgerecht mit Lesungen. Höhepunkt ist die Ladies Crime Night am Freitagabend bei Thalia mit den mehrfach preisgekrönten Autorinnen Anne Chaplet (Kunstmann), Sabine Deitmer (Fischer) und Susanne Mischke (Piper).

Auch wer nicht zu einer der Lesungen geht, kann sich von der kriminellen Energie der Autorinnen überzeugen: Am Samstag erhält die Stadtbibliothek als Geburtstagsgeschenk 100 Krimis, die allesamt aus der Feder von deutschsprachigen Sisters in Crime stammen.

Ab Samstagnachmittag feiern die Mörderischen Schwestern dann ohne Öffentlichkeit: Mit Mitgliederversammlung, Krimi-Workshops, Galadinner und Fete. Am Sonntag endet das Fest mit einer Führung des Frauengeschichtsvereins zu mörderischen Ecken in Köln, unter anderem nach Sankt Ursula.

Das internationale Netzwerk Sisters in Crime wurde 1987 von der amerikanischen Bestsellerautorin Sara Paretsky zusammen mit Charlotte MacLeod und anderen Autorinnen gegründet, um der Diskriminierung von Frauen im Krimigenre entgegenzuwirken und sich gegenseitig zu unterstützen. Der Name ist eine Anspielung auf „sisters in law“, Schwägerinnen, „Schwestern im/durch das Gesetz“ und enthält neben der Wahlverwandtschaft „Schwestern durch das Verbrechen“ auch den Netzwerkgedanken. Weltweit gehören dem Verband mehr als 3.100 Frauen an, organisiert sind sie in mehr als fünfzig Untergruppen (Chapters). Zur 1996 ins Leben gerufenen deutschsprachigen Gruppe, in der auch österreichische und Schweizer Krimifrauen Mitglied sind, zählen über 260 Sisters, darunter so renommierte Krimiautorinnen wie Ingrid Noll, Sabine Deitmer, Anne Chaplet und Susanne Mischke. Kontakt halten die Sisters aus Deutschland, Österreich und der Schweiz per Mailinglist und bei regelmäßigen regionalen Treffen. Das Jubiläumstreffen in Köln anlässlich des 10. Geburtstags ist das erste Frauenkrimifestival der Sisters in Crime in Deutschland.

:: Programm – 10 Jahre Sisters in Crime in Deutschland ::
100 Krimiautorinnen feiern in Köln

Mittwoch, 22. März 2006
19.00 Uhr
Stadtbibliothek Neumarkt, Josef-Haubrich-Hof 1, 50676 Köln
Eintritt: 8 € / 6 €

Kölner Sisters in Crime lesen für den Bücherbus
Brigitte Glaser Mordstafel, Ulla Lessmann Tödliche Torten, Mila Lippke Mehr zu fürchten als den Tod
:: Mehr Info: www.foerderverein-stadtbibliothek-koeln.de

Donnerstag, 23. März 2006
19.30 Uhr
Buchhandlung Braunsfeld, Gabriele Klinski, Aachener Str. 529, 50933 Köln, T: 02 21 - 9 41 65 27
Eintritt:10 €

Mörderische Schwestern aus NRW lesen für das Mädchenhaus Köln
Ina Coelen Die einzig wahre Grillagetorte, Gisa Klönne Der Wald ist Schweigen, Eva Maaser Puppenkind, Ulrike Rudolph Mußbacher Lump

Freitag, 24. März 2006
20.30 Uhr
Thalia-Buchhandlung, Neumarkt 18a, 50667 Köln, T: 02 21 - 2 09 09-0
Eintritt: 10 € / 8 €

Ladies Crime Night
Anne Chaplet Sauberer Abgang, Sabine Deitmer Scharfe Stiche, Susanne Mischke Wölfe und Lämmer
Moderation: Ulla Lessmann

Samstag, 25. März 2006
13.00 Uhr Fototermin
Stadtbibliothek am Neumarkt, Josef-Haubrich-Hof 1, 50676 Köln

100 Krimis für Köln
Die Präsidentin der deutschsprachigen Sisters in Crime, Beatrix M. Kramlovsky aus Wien, und weitere Krimiautorinnen überreichen Dr. Horst Neißer, Direktor der Stadtbibliothek Köln, als Geburtstagsgeschenk 100 Krimis, die allesamt aus der Feder von deutschsprachigen Sisters in Crime stammen.

 Bei Mitgliederversammlung, Workshops, Galadinner und Fete bleiben die Mörderischen Schwestern danach unter sich. Am Sonntag, 26. März, endet das Fest mit einer Führung des Frauengeschichtsvereins zu mörderischen Ecken in Köln, unter anderem nach Sankt Ursula.

 

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